Spur der Täter Die Sendung und ihre Experten Die Sendung begleitet Kriminalisten und Gerichtsmediziner, die Gewaltverbrechen aufklären. Sie öffnen erstmals Ermittlungsakten und geben dabei Details ihrer Spurensuche Preis.

Die Reihe „Die Spur der Täter“ wird seit 2007 im MDR FERNSEHEN ausgestrahlt. Die Sendung begleitet Kriminalisten und
Gerichtsmediziner, die Gewaltverbrechen aufklären. Sie öffnen erstmals Ermittlungsakten und geben dabei Details
ihrer Spurensuche Preis. So zeigen sie, wie auch in scheinbar unlösbaren Fällen die Täter ergriffen werden konnten.
Die Gerichtsmedizinerin

Oberärztin Dr. Heike Klotzbach (44) ist stellvertretende Leiterin am Institut für Rechtsmedizin der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena (Thüringen). Die Expertin arbeitet auch in der Identifizierungskommission des
Bundeskriminalamtes (IDKO). In dieser Funktion war sie unter anderem auch nach dem Tsunami im Dezember 2004 in Sri
Lanka im Einsatz. Eines ihrer Spezialgebiete ist die Todeszeitbestimmung anhand von Insektenmaden. (Forensische
Entomologie). Sie war an der Erforschung dieser Methode beteiligt und hat darüber habilitiert. So ein
Insektengutachten half ihr auch, den Mörder einer alten Frau zu überführen. Der Mann raubte ihr die EC-Karte. Danach
behauptete er, die alte Frau habe ihm die Karte freiwillig gegeben. Doch das Insektengutachten bewies: Als der Täter
die Karte an sich genommen hatte, war die Frau bereits ermordet. Zur Sendung „Die Spur der Täter“: „Wichtig ist mir
der Realitätsbezug dieser Sendung. Es wird dargestellt, wie wir wirklich arbeiten und wie viel Kleinarbeit hinter
der Lösung eines Falles steckt.“
Der Spurenermittler

Kriminalhauptkommissar Michael Ulrich (44) arbeitet als oberster Spurenermittler in Sachsen-Anhalt. Er ist Chef der
Tatortgruppe im Landeskriminalamt (LKA) in Magdeburg. Neben der Spurensicherung ist er auch Experte für die
Entschärfung von Sprengstoff. Als Spurensicherer war der heute 44-Jährige 1999 im Kosovo und untersuchte dort
Massengräber für die Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofes. Das „German Forensik Team“ konnte so
helfen, Kriegsverbrechen aufzuklären. Seine Fachkenntnisse waren auch nach dem Tsunami im Dezember 2004 gefragt. Das
Bundeskriminalamt (BKA) schickte ihn zu einem Sondereinsatz nach Thailand, um dort die Opfer der Naturkatastrophe zu
identifizieren. Zur Sendung „Die Spur der Täter“: „Wichtig ist mir zu zeigen, wie mit modernen technischen
Möglichkeiten Verbrechen aufgeklärt werden können.“
Der Kriminalist

Kriminalhauptkommissar Wolfgang Albert leitet die Mordkommission der Kripo Gera (Thüringen). Er ist seit 1971 bei
der Kripo und verfügt so über einen großen Erfahrungsschatz. Doch seine jahrzehntelang gesammelte Berufserfahrung
half ihm bei einem Fall Anfang der 90-er Jahre auch nicht weiter. Erst sah alles wie ein gewöhnlicher Autodiebstahl
aus. Doch dann tauchte der Wagen auf: Auf dem Tacho standen 300 Kilometer mehr und der Lenkradbezug fehlte. Zudem
fand die Polizei im Auto den Pass einer 17-jährigen Tschechin. Später stellte sich heraus, dass die junge Frau nicht
zu den Dieben gehörte, sondern ein Mordopfer war. Sie wurde mit dem vermissten Lenkradband im tschechischen Cheb
erdrosselt. Doch der Mörder konnte damals nicht ermittelt werden. Erst ein Jahrzehnt später gab es eine neue Chance
für Albert, den Fall zu lösen. Dies wurde möglich, weil zum einen die Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei
besser wurde, und es zum anderen neue Möglichkeiten der DNA-Untersuchung gab. Der Kommissar überprüfte akribisch die
alten Spuren und ließ sie untersuchen. Das Ergebnis: Er fand den Autodieb und konnte ihn des Mordes überführen. Zur
Sendung „Die Spur der Täter“: „Eine gute Gelegenheit auf außergewöhnliche Weise die oft schwierige Arbeit der Kripo
darzustellen.“
Der Staatsanwalt

Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang (48) steht der Staatsanwaltschaft in Naumburg (Sachsen-Anhalt) vor. Anfang der
90er-Jahre kam der Rechtsanwalt aus dem Saarland nach Sachsen-Anhalt, um Staatsanwalt zu werden. Sein Spezialgebiet
sind Delikte, bei denen Polizeibeamte selbst mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. In der Vergangenheit gehörte
die so genannte „Organisierte Kriminalität“ zu seinem Arbeitsschwerpunkt. Zur Sendung „Die Spur der Täter“: „Der
Realitätsbezug der Sendung ist mir wichtig. Hier gelingt es, die Wirklichkeit der Ermittlungsarbeit, die
Kleinstarbeit, die oft mit einem Puzzle zu vergleichen ist, interessant zu vermitteln.“

http://www.mdr.de/spur-der-taeter/artikel32384.html

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